Donnerstag, 10. Juli 2014

Ab an den Niederrhein

Am ersten Ferientag war leider nix mit Ausschlafen für die Kinder (und das nach dem späten Fußballspiel am Dienstag Abend!). Denn ich hatte eine Zugfahrt zu Oma und Opa gebucht, mal wieder an den schönen Niederrhein.

Und so verließen wir eine Stunde vor Zugabfahrt das Haus, um uns mit der BVG Richtung Bahnhof zu begeben. Diesmal hatte ich aber vorher online nach der BVG Verbindung geguckt, denn die letzten zwei Zugtransfers mit Freundinnen waren nicht so erfolgreich und wir kamen auf die letzte Minute am Bahnhof an. Gestern verlief alles reibungslos, wir hatten am Bahnhof auch noch Zeit Backwaren, Kaffee und Zeitungen zu kaufen. Letztere waren aber eher für mich, denn die Kinder verbrachten einen großen Teil der Zugfahrt mit den neuen Medien, alle Tablets und mein Comuter waren im Einsatz. Für mich aber völlig ok. Sie schauen daheim so selten TV, da darf dies auf einer Zugfahrt mal sein, die dauert schließlich fünf Stunden. Zum Glück ist jetzt auch der Jüngste ein bisschen im Fernsehalter, die letzte Zugfahrt war noch mehr toben und rumrennnen angesagt.
Unsere Watchlist der Fahrt (die der Gatte bis spät in die Nacht netterweise für uns heruntergeladen und auf die Medien verteilt hat!):
Der Älteste: angefangenes Das fliegende Klassenzimmer, "das ist langweilig" und begeistertes Das Sams
Die Tochter: ein paar Folgen Der kleine Nick und angefangenes (weil wir dann ausstiegen) Das fliegende Klassenzimmer "das ist cool, die haben sich da auch geprügelt!"
Der Jüngste: angefangene Folge Pumuckl "Mama, ich will was andres" und dann die Klassiker Feuerwehrmann Sam und Coco der kleine Affe

 
Zwischendurch haben wir aber auch gemalt und Quartett gespielt, bin jetzt PS und Umdrehungs-Profi;-)

In den nächsten Tagen werde ich Euch dann ein paar Urlaubs-Niederrhein-Bilder zeigen, bis bald also!

Dienstag, 8. Juli 2014

Der letzte Kaffee

Nein, keine Diät und keine anti Koffein Kur:-)
Heute war der letzte Schultag und ich habe mir einen letzten kinderlosen Kaffee gemacht. Und den letzten sprichwörtlich arbeitslosen, denn wenn die Ferien zu Ende sind bzw. auch schon ein paar Wochen davor, dann bin ich vormittags an meinem neuen Arbeitsplatz!

Zum Abschluss ein besonders schöner Kaffee, in meiner neuen Tasse!

Wie schon geschrieben, bin ich sehr gespannt darauf und auch ein bisschen sorgenvoll. Wird alles klappen, bekomme ich weiterhin die hip formulierte work-life-balance hin? Ich kenne ja Zeiten, zu denen das nicht geklappt hat und da möchte ich eigentlich nicht wieder hin zurück.

Aber wir werden sehen, im Grunde freue ich mich und denke jetzt erst mal positiv!!

Letzter Schultag bedeutet auch Zeugnisse. Für die Tochter ein ausformuliertes Zeugnis. Mit Formulierungen wie aus den Arbeitzeugnissen, ich entnehme danach eine gute bis sehr gute Schülerin;-)
Beim Ältesten mit Noten und einigen positiven Überraschungen, ich sage nur Kunst, Musik und Sport. Sport ist ja eigentlich eine Garantie für gute Note, nur wird hier das Schwimmen mit eingerechnet. Nicht die Leidenschaft und Begabung des Ältesten. Aber die Sportlehrerin ist 'ne nette (sie hat auch das Wort "Kuchen" im Nachnamen, das finde besonders ich sehr sympathisch:-), sie hat die Note mit dem Hinweis gegeben, dass der Älteste ja nur das letzte halbe Jahr Schwimmen hatte und dies positiv in die Note eingebaut.

Hier gibt es Zeugnismappen, die die Kinder am letzten Schultag mit in die Schule nehmen. Eine gute Sache, finde ich.


Ich habe beide Ferienkinder abgeholt, wir haben noch ein paar Anmeldungen für den Ferienhort gemacht (Auflüge in den Tierpark, zu einem See, ins FEZ, ...). Ein bisschen später sind wir zum obligatorischen Ferien-Pizza-essen aufgebrochen. Ohne den Jüngsten, wie entspannt, wir haben uns richtig nett unterhalten.

Der weitere Ferientag verlief dann indoor aufgrund mega-Regen-Sturm-Gewitter usw.  Pechschwarz da draußen. Hier drinnen umso mehr Trubel. Der Älteste hat einen Freund zu Besuch und die beiden Geschwister drehen am Rad, grrr.  Aber immerhin sind sie jetzt aus dem Wohnzimmer raus und brüllen sich in ihren Zimmern an:-)




Montag, 7. Juli 2014

Mal wieder nähen

Vor einigen Wochen habe ich ja einen Kurz-Nähkurs besucht. Mit tollem Ergebnis, das kleine Kissen, ich habe es Euch gezeigt. Aber richtig gelernt habe ich das Nähen nicht, es war eher ein Befolgen von genauen Anweisungen.

Deshalb habe ich mich in den letzten Wochen, die letzten freien Vormittage!, noch mal um das Thema Nähen gekümmert und einen richtigen Kurs besucht. Nach gefühlten dreitausend Nähten in geraden, gebogene und gezackten Stichen auf Papier, habe ich heute mein erstes Projekt beendet. Auch wieder ein Kissen. Aber zum Einen mit Applikation und zum anderen viel genauer genäht und mit viel mehr Wissen, warum ich das jetzt so und so mache.

Ich finde das Ergebnis hübsch, auch wenn ich nicht unbedingt ein Herz aufgenäht hätte. Aber das war die Vorgabe des Kurses, von wegen Kurven und Ecken nähen:-)

Das fertige Kissen mit der vorab genähten Übungsvorlage

Das aufgenähte Herz, an manchen Stellen etwas franselig...

Wieder mit Reissverschluss

Das fertige Kissen auf dem Sofa (noch ohne Innenleben!)

Sonst bin ich heute sehr, sehr müde. Gestern Abend habe ich noch den Blog Eintrag geschrieben, dann noch dieses und jenes und schwupp war es halb eins!!! Und um kurz nach sechs wieder aufstehen, das war zu kurz. Von daher werde ich jetzt nach dem zweiten Kaffee mal eine Aufräumrunde durchs Haus machen, das macht hoffentlich wach. In diesem Sinn also, Guten Morgen!

Sonntag, 6. Juli 2014

Das Wochenende

Noch rund eine Dreiviertelstunde, dann ist das Wochenende rum. Allerhöchste Zeit mal wieder zu schreiben!Hier war viel los, deshalb schreibe ich es Euch einfach mal chronologisch auf:

Der Freitag Nachmittag war ein wenig gehetzt in Erwartung alle Mann/ Frau pünktlich um 18 Uhr auf irgendeinem Sofa/ Stuhl zu platzieren um mal wieder Fußball zu gucken. Die Wahl fiel auf das Wohnzimmer eines der Nachbarn (für den Beamer draußen war einfach zu gutes Wetter, zu hell!). Schlecht für den Jüngsten und mich. Weil er da natürlich null stillsitzen kann, bin ich mit ihm wieder heimgegangen. Wir haben dann ein bisschen daheim geschaut und in der letzten Viertelstunde waren wir einkaufen, es fehlte noch ein Brot. Was für ein Erlebnis, menschenleere Strassen und ein menschenleerer Supermakt. Und dann plötzlich Gebrüll, Geschrei und die ersten Böller (das wird hier immer so gemacht?!), der Schlusspfiff also. Die zweite Fußballrunde war dann nach dem Zubettgehen von zwei von drei Kindern schon besser, die Dunkelheit war ideal für den Beamer und wir konnten wieder zusammen draußen gucken.

Der Samstag begann hektisch, Backkram für das Fußallturnier des Ältesten und das alles um 11 auf den Fußballplatz bringen. Kurzzeitige Wutattacke, weil ich wohl die einzige war, die die mail so gelesen hatte, alle anderen ließen sich Zeit. Toll, hätte ich auch gebraucht. Weil auch irgendwie von allem zu wenig war, habe ich zwei Sachen gemacht, Kuchen und Blätterteigtaschen. Letzteres total simpel, gekaufter Blätterteig, Spinat, Hälfte noch mit Schafskäse. Braucht es kein Rezept!


Dreimal dürft Ihr raten, welche Farben der Fußballverein vom Ältesten hat!

So Stecker mache ich in letzter Zeit immer an die Backwerke. Weil ich es nicht mag, undefiniertes Gebäck zu essen!

Den Nachmittag verbrachten wir dann teilweise bei besagtem Fußballturnier und später beim Abholen der Tochter auf einer Geburtstagsfeier mit gemeinsamen Grillen.

Am späten Abend wollten die fußballguckenden Nachbarn mal auswärts schauen. Der Gatte und der Älteste waren von sauviel Sonne am Nachmittag ganz platt und blieben lieber daheim, so schloss ich mich der Runde an. Wir waren wieder im Strandbad, mit Cocktail in der Hand, langweiligem Spiel und lustigen Gesprächen! Auf die Verlängerung hatten wir aber keine Lust mehr, Sohn und Gatte schon, die waren beide noch länger wach als ich.

Entsprechend müde machten wir uns heute wieder mit einem "Auto von der Strasse" zu einem Ausflug auf, eine Familie aus der Klasse der Tochter hatte zum Tag auf einer Alpaka Ranch geladen. Leider war es recht weit und sehr heiß, so dass wir uns alle ein bisschen durch den Tag schleppten. Zu Unrecht der Alpakas, tolle Tiere mit einem unglaublich weichen Fell.

Die schön dekorierte Ranch

Weite Felder, viel Sonne!

Spaziergang mit den schönen Tieren.

Ein neugeborenes Alpaka Baby, heute Morgen!!! Schaut gar nicht danach aus, oder?!

So das war das Wochenende. 

Die nächsten zwei Tage dann noch ein bisschen Schule mit meterlangen Listen, wer soll was wann, Federmäppchen, Tüte, Rucksack, Ausflugszeus, Hort-Ferien-Ausflugs-Anmeldung, Tachengeld und sonstwas mitnehmen, dann haben wir es geschafft. Ferien!
Und meine Zeit als vormittags-allein-daheim endet dann auch. Ein neuer Abschnitt startet bald, spannend!!

Donnerstag, 3. Juli 2014

Ein halbes Jahr Berlin

Wahnsinn, die Zeit rennt. Eben sind wir doch noch umgezogen und jetzt ist es schon schönster Sommer und wir sind schon ein halbes Jahr in Berlin.
Zeit, um mal wieder ein kleines Resümee zu ziehen, nach drei Monaten habe ich das ja schon mal gemacht, klick.

* wir haben erfolgreich drei Kindergeburtstage gefeiert und dabei ein paar nette Familien kennen gelernt
* ich habe einen Job gefunden
* wir haben den Plan autolos zu sein kurzentschlossen umgesetzt
* die Tochter hat einen Sport gefunden, der ihr richtig Spaß macht
* wir genießen den Sommer auf der Terrasse, im Garten und im Innenhof. Die Kinder spielen Tischtennis und Fußball, sausen mit den Fahrzeugen umher und abends wird "umgebaut" und wir gucken zusammen WM Spiele auf der Leinwand
* ich bin immer noch total Berlin begeistert. Wenn ich mal unterwegs bin wie mit den Kindern im Museum, bei den Botschaften etc. denke ich immer noch, wow, das ist jetzt meine Stadt

Besonders die Kinder haben viel erlebt im letzten halben Jahr, bei zwei von drei würde ich jetzt auch sagen: angekommen. Der Jüngste mag seinen Kinderladen. Bis auf die eine Woche Abschiedsschmerz geht er sehr gerne hin. Just heute hatte ich ein Elterngespräch, das mir auch zeigte, wie wohl er sich da fühlt und seinen kleinen Freundeskreis aufgebaut hat.
Die Tochter habe ich am Dienstag von einem Kindergeburtstag abgeholt, giggelnd in einem Kreis von vier Mädchen. Sie war so glücklich, da lachte mein Herz.
Tja, und der Älteste. Er hat einen netten Fußballverein, der viel bietet (viele Turniere, Botschaftsbesuche, Abschlussfahrt nach Leipzig, kommendes Herbstferienlager). Er spielt mit den Kindern im Hof sehr gerne Tischtennis und tauscht Fußballkarten. Im Hort hat er viel Spaß bei all den Fußballaktivitäten. Er entdeckt die vielen Möglichkeiten auch für ihn (z.B. schnell mal abends mit mir los und Fußballkarten kaufen und danach die paar Meter allein mit dem Rad heimfahren). Er hat viele neue Freunde und mit dem ein oder anderen hat er auch schon mehr zu tun. Ich denke, gerade das mit den Freundschaften muss sich noch festigen, dann wird er irgendwann auch richtig ankommen.

Und wir? Wie schon gesagt, ich mag diese Stadt einfach und fühle mich sehr wohl, natürlich auch weil es den Kindern so gut geht. Gestern war zum ersten mal unsere zukünftige Babysitterin (eine Nachbarin) da, wir können dann auch mal Berlin abends kennen lernen. ich freue mich, dass wir mittlerweile einige Eltern kennen gelernt haben und auch schon ein paar Dinge zusammen erlebt haben. Die echten Freundschaften, die wir alle zurückgelassen haben, vermisse ich natürlich, dafür ist es hier noch zu früh. Aber ich bin guter Dinge, dass wir dies in nächster Zeit auch schaffen.

Also, gute Aussichten für die nächste Zeit.
Und das hier ist auch eine gute Aussicht:-)


Mittwoch, 2. Juli 2014

Windel weg

Viele werden jetzt wahrscheinlich staunen, der Jüngste ist doch schon drei - immer noch mit Windel?
Ja, bis gestern! Aus guter Erfahrung mit den älteren Geschwistern habe ich die Kinder entscheiden lassen, wann es Zeit für die Unterhose ist. Ich halte nämlich nichts von Töpfchen Training (Töpfchen generell, uahhh!), ständig auf die Toilette setzen oder sonstwas machen. Habe ich auch ehrlich gesagt nicht die Zeit zu und auch die Nerven! Denn ich glaube, die Kinder wissen sehr gut, wann es Zeit ist, die Windel abzulegen. Das kann durch die Freunde im Kindergarten kommen (aber erst zum richtigen Zeitpunkt, es nützt meiner Meinung nach nix, wenn Zweijährige, die noch kein "müssen" Gespür habe, ihre älteren Freunde auf die Toilette begleiten. Da ist höchstens der Spülknopf interessant - oder macht sogar Angst). Wenn dann aber die geistige Reife dazukommt, sind toilettengehende Freunde hilfreich.
Hilfreich dazu ist sicherlich auch die Jahreszeit. Beim Ältesten fand das Trocken werden während der Schwimmbad Zeit statt, plötzlich ohne Windel dazustehen hatte Konsequenzen, es läuft die Beine herunter;-) Also vorher Bescheid sagen und alles ist gut.

Der Jüngste fing gestern im Kindergarten an, plötzlich wollte er nach dem Frühstück (ich glaube da ist Wickelzeit) keine Windel mehr haben. Gesagt, getan. Unfallfrei. Am Nachmittag sind wir dann ebenfalls windellos zur Eisdiele gelaufen, ging alles gut. Und auch beim anschließenden Spielen im Innenhof kam er nach ca. 10 Minuten angelaufen, "pullern", wie der Berliner sagt.

Alles ganz plötzlich und schnell - aber ich freue mich. Und muss jetzt einkaufen, unser Unterhosen Bestand ist eher dürftig. Mache ich aber zusammen mit dem Jüngsten, zum Einen motiviert ihn das noch mehr, zum Anderen kann er sich dann Ritter, Auto oder sonstwas Motive aussuchen, da steht er total drauf!


Ich weiß, dieses ganze Windel weg Thema ist ein sehr kontroverses Ding, hier habe ich unseren Weg beschrieben, manch anderer kommt mit anderen Wegen vielleicht besser zurecht.

Dienstag, 1. Juli 2014

Neues im Sommer

Mit dem Blick auf den Wetterbericht stehen uns am Wochenende ja wieder ein paar sommerliche Tage bevor. Und ich hatte ja angekündigt, dass ich zu den nächsten schlecht-Wetter-Tagen noch ein Schmankerl für Euch habe. Jetzt hat es auch ein paar mal geregnet, aber entweder ich hatte was anderes zu berichten oder ich habe es schlicht vergessen. 

Aber jetzt, wie gesagt, bevor die Sonne wieder kommt:

Ab August wird sich hier einiges ändern, denn ich fange wieder an zu arbeiten!!! Ein ähnlicher Job wie in München, wieder sozialer Bereich, wieder im Büro der Geschäftsführung. Diesmal aber eine viel größere Einrichtung, die deutschlandweit tätig ist. Ich starte in Teilzeit mit 20 Stunden/Woche und kann meine Arbeitszeit wahrscheinlich nach der Einarbeitung auf vier Tage verteilen. Alles in allem ein perfekter Job, zudem auch meine beiden Chefs sehr nett sind und mir das Gefühl gegeben haben, sie freuen sich sehr, wenn ich mit ins Team komme.

Mein Vertrag!

Von daher freue ich mich sehr, bin ebenso gespannt - und auch ein bisschen ängstlich. Denn zum einen bin ich jetzt ja schon einige Zeit raus aus dem Berufsleben, zum anderen müssen wir hier intern wohl einiges umorganisieren. Aber zum Glück fange ich ja in den Ferien an und der Gatte hat die erste Woche noch Urlaub, so haben wir Arbeitsstart light, erst mal testen!

Ach ja, und weil man ja immer so viel liest/hört, dass es schwierig ist mit Kind(ern) einen Job zu finden, ich habe eher andere Erfahrungen gemacht. Insgesamt habe ich rund fünfzehn Bewerbungen geschrieben und hatte ca. ein Drittel davon Vorstellungsgespräche. In keinem der Gespräche wurde über die Kinder gesprochen bzw. wie ich denn die betreuen will oder sonstige hinderliche Fragen bezüglich Job und Familie. Das freut mich im Allgemeinen, aber auch für mich persönlich, dass nur ich und meine Kenntnisse zählen. Das hatte ich hier zwischen wahlweise anheulen, anschreien, "blöde Mama" etc. schon länger nicht mehr:-)